Suppenwürze

14. Okt 2011 von     Keine Kommentare    Verfasst unter: Basics, Vegetarisch, Würzmittel, Würzpasten und Marinaden

Dieses Rezept stammt noch von meinem Opa. Ich habe es vor ein paar Monaten aus dem Gedächtnis zubereitet, etwas experimentiert und seitdem ist dieses Würzmittel ein fester Bestandteil unserer Küche geworden und macht es uns ganz leicht, auf gekörnte Brühe zu verzichten. Der einmalige Aufwand wird durch den Geschmack und die lange Haltbarkeit wieder wett gemacht. Dieses Würzmittel besteht aus gehackten Kräutern und Gemüse, wird nur durch das Salz konserviert und nicht gekocht.

Aber wer erwartet, dass das Endprodukt genau so schmeckt, wie gekörnte Brühe, der ist hier falsch. Natürlich tut es das nicht. Es ist aus frischen Zutaten und ohne Geschmacksverstärker hergestellt. Die Speisen schmecken anders (mir zumindest besser) als mit der Chemie-Alternative. Probiert es aus und entwickelt Eure eigenen Mischungen, so wie IHR es mögt und nicht wie Ma**i Einheitsgeschmack.

Danke für das Rezept, Opa!

Vorbereitungszeit: 30-60 Minuten, Kochzeit: 0 Minuten, Gesamtzeit: 30-60 Minuten

Man braucht dafür:

  • 2 Sellerieknollen
  • das Kraut der 2 Sellerieknollen
  • 6 dicke Möhren
  • 2 Bund Petersilie (glatt und/oder kraus – je nach Geschmack)
  • 2 große Zwiebeln
  • 1 dicke Stange Porree
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 1 großen Bund Liebstöckel
  • grobes Meersalz

Und so geht’s:

  1. Sellerie, Möhren, Petersilienwurzeln und Zwiebeln schälen und putzen.
  2. Den Porree längs halbieren und gründlich putzen, um eventuell vorhandenen Dreck zu entfernen.
  3. Die zarten Triebe von Selleriekraut und Liebstöckel abzupfen, die faserigen und holzigen Stiele entsorgen. (Alternativ kann hier auch auf gefriergetrocknetes Liebstöckelpulver und Selleriegrün zurückgegriffen werden. Dann bitte mit der Menge aufpassen, da das Pulver eine höhere Würzkraft besitzt!)
  4. Alles grob zerkleinern.
  5. Mit einer Küchenmaschine mit Schneidmesser-Aufsatz alle Zutaten bis auf das Meersalz hacken, bis die Masse noch körnig aber noch nicht richtig matschig ist. Am besten in mehreren Durchgängen hacken, so dass immer ungefähr gleich feste Zutaten zusammen verarbeitet werden. damit verhindert man, dass z.B die Kräuter schon matschig sind, während die Selleriestücke noch zu groß sind, Kräuter auch vorher unbedingt grob hacken, weil diese sich sonst gerne quer über die Masse legen und nicht mitgehackt werden.
  6. Die Gemüsemasse der verschiedenen Durchgänge in eine große Schüssel füllen (Tara der Schüssel vorher bestimmen) und miteinander vermischen.
  7. ¼ des Gemüsemassen-Gewichts von dem groben Meersalz hinzugeben und untermischen
  8. Über Nacht abgedeckt stehen lassen.
  9. Einen guten Teelöffel der Masse in eine Tasse geben und mit heißem Wasser auffüllen. Nach 5-10 Minuten probieren, Bei der Menge sollte die Brühe einen kräftigen Geschmack haben, Gegebenenfalls noch mehr Salz untermischen, Normalerweise kann man von Anfang an mit einem Drittel der Gemüsemasse an Salz rechnen. Da sich die Mengenangaben der Zutaten aber nicht auf Gewichtsangaben beziehen, ist diese Methode sicherer.
  10. Die Masse in Einmachgläser oder Gläser mit Schraubverschluss abfüllen und kühl und dunkel lagern. Auch ohne Kühlschrank hält sich die Masse mehrere Monate. Auf Basis dieses Rezebts kann man natürlich die Zutaten abwandeln, um z.B. eine mediterranere Mischung zu bekommen. Diese Mischung kommt bei uns als Allzweckwaffe zum Einsatz und passt zu fast jeder Suppe und zu vielen Soßen. Einfach nach Belieben dem Gericht hinzugeben. ACHTUNG! Immer erst hinterher das Gericht salzen, da die Würze ja schon viel davon enthält!

Was denkst Du über dieses Rezept? Hinterlasse einen Kommentar!

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